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Noch vor dem zweiten Weltkrieg wurde versucht, den bestehenden Geschwindigkeitsweltrekord für Landflugzeuge nach Deutschland zu holen. Die Firmen Heinkel und Messerschmitt wurden vom damaligen Reichs-Luftfahrt-Ministerium (RLM) damit beauftragt, den Hochgeschwindigkeitsflug zu erforschen. Heinkel war es vergönnt, als erster den bestehenden Rekord mit seiner neu konstruierten He 100 V8 zu brechen. Testpilot Heinz Dieterle erreichte am 30. März 1938 mit der Heinkel 100 die neue Traummarke von 746 km/h ! Dies spornte Messerschmitt an, seine neue Konstruktion ebenfalls für einen Rekordversuch vorzubereiten .....
Am 26 April 1939 gelang dem Piloten Fritz Wendel mit der speziell für den Rekordflug entwickelten Messerschmitt den gerade verbesserten absoluten Geschwindigkeitsweltrekord erneut zu brechen. Er erreichte mit der Me 209 V1 eine Geschwindigkeit von 755 km/h ! Der Öffentlichkeit wurde das Flugzeug als Me109 R verkauft, um einen Bezug zum damaligen Standardjagflugzeug Deutschlands - der Me 109 herzustellen. Es handelt sich bei dieser Maschine allerdings um eine vollkommene Neukonstruktion, also ein simpler Propaganda Trick.
Die Me 209 verzichtete aus Gründen des Luftwiderstandes auf die normalerweise benutzten Kühler, der Motor wurde mittels einer speziell entwickelten Verdampfungskühlung die in den Tragflächen eingebaut war, gekühlt. Die Tragflächen dürften nach einigen Flugminuten sehr heiss geworden sein. Auch die Flugdauer wurde durch diese besondere Form der Kühlung begrenzt. Als Triebwerk diente ein speziell modifizierter DB 601 ReV Motor, der für eine begrenzte Zeit 2300 PS leisten konnte. Fliegerisch dürfte die Me 209 Einiges vom Piloten verlangt haben, die Tragflächen waren aus aerodynamischen Gründen nur eher kurz und sorgten vermutlich für ein relativ instabiles Flugverhalten.
Der Rekord hielt allerdings 30 Jahre und wurde erst im August 1969 von einer modifizierten Grumman Bearcat verbessert (mit 777 km/h, allerdings mit einem doppelt so starkem Triebwerk !). 1979 erreichte Steve Hinton mit einer ebenfalls modifizierten Mustang 803 km/h, das dürfte so ziemlich die maximale Geschwindigkeit sein, die mit Propellerflugzeugen erreichbar ist.
Die Me 209 V1 kam nach ihrem Rekordflug 1939 zur Deutschen Luftfahrtsammlung nach Berlin und erlitt bei Kriegsende dasselbe Schicksal, wie diverse andere Exponate dieses Museums. Für mich ist einigermassen unverständlich, warum Polen dieses Flugzeug im Zuge der mittlerweile verbesserten Beziehungen zwischen Deutschland und Polen nicht zurück geben kann. Es wäre eine Geste des guten Willens, wenn es in dem Land ausgestellt und restauriert werden kann, in dem es erdacht und gebaut wurde - es ist nicht mal ein Kriegsflugzeug , sondern eine nationale Rekordmaschine, die den damaligen technischen Entwicklungsstand Deutschlands dokumentiert ! ........Was dieses Flugzeug mit der polnischen Historie zu tun haben soll, kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen.
In jedem Fall, bin ich allerdings Dankbar, dass es bis heute dort erhalten geblieben ist .........dies ist natürlich auch nicht selbstverständlich, wie es das Schicksal so vieler anderer unersetzlicher Exponate zeigt !
In Krakau befindet sich heute der unrestaurierte Rumpf. Tragflächen, Fahrwerk und Motor sind leider verloren gegangen.
Before the beginning of WW2, Germany tried to get the world record of speed for land based aircraft. Heinkel and Messerschmitt were charged by the Reichs-Luftfahrt-Ministerium (RLM), to start a research for high speed flying technology. Heinkel was the first one to present a new design - the Heinkel He 100 - and the He 100 V8 was successful in breaking the existing world record !. Testpilot Heinz Dieterle reached in March 1938 with this airplane a new top speed of 746 km/h ! Now Messerschmitt was focussing his efforts to break this new record with his new plane.....
At April 26th, 1939 the Messerschmitt testpilot Fritz Wendel, was successful in raising the world record again. He reached a top speed of 755 Km/h with the new developed Messerschmitt 209 V1! To the public, the aircraft was presented as Me109 R - to connect it with the German standard fighter Me 109. In fact the Me 209 was a completely new design, so this try was definitely a trick of the German propaganda !
The Me 209 has a special cooling technique for the engine, using an evaporation system installed into the wings. The lack of a standard cooling system reduced the drag and give some more speed but worked only for a limited time. The wings should have been pretty hot after a short flight, everything was specially constructed to the one big aim - the world record. The engine was a specially modified DB 601 ReV, which produced - for a limited time - some 2300 hp. Aerodynamically the Messerschmitt Me 209 must have been an airplane which was a really challenge to its pilot, the wings were only short (speed!) this led to some not very stabile flight conditions - an aircraft which needed special attention permanently .........
The reached world record however rests for about 30 years! Finally in August 1969 a modified Grumman Bearcat reached 777 km/h - regarding, that the engine had double the power of the old DB 601 - there should be still some respect of the efficiency the old German engineers showed.......... In 1979 Steve Hinton reached 803 km/h with an also modified Mustang , this should be more or less the limit for propeller driven aircraft.
The Messerschmitt Me 209 V1 went after her record flight in 1939 to the Deutsche Luftfahrtsammlung Berlin and suffered the same destiny like many of the other museum aircraft there. To me it is somehow strange, that the Polish authorities - after our relations were improving during the last years - could not agree to give back this aircaft to Germany. It would be a positive sign of new times that are about to start between both countries and also some kind of truth, to show this special plane in the country, where it was constructed and built. It was never a warplane, but a national speed record plane ....., that shows the standard of aviation in the Germany of 1938 ! I can’t see, what this plane should have to do with the Polish history, but maybe i don’t have all informations ........
In any way, i am thankfull that this aircraft is still existing today, not self evident, how a lot of other examples show !
In Krakau there exists today the unrestorated fuselage. Wings,main gear and engine was lost.
Technische Beschreibung:
Typ: Einsitziges Geschwindigkeits - Rekordflugzeug
Baujahr : 1938
Motor : Ein Daimler Benz DB 601 ARJ (V10), wassergekühlter Reihenmotor mit 1800 PS (kurzzeitig 2300 PS)
Länge : 7,24 m
Spannweite: 7,80 m
Leergewicht : 2100 Kg
Höchstgeschwindigkeit : 755 Km/h
Werk Nr. : 1185
Stammkennzeichen : D-INJR
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