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Diese FW 190 A-6 Werknummer 550214 aus dem Werk AGO in Oschersleben mit dem Stammkennzeichen : PN+LU ist keine Standard FW 190 A-6. Es handelt sich hier vermutlich um eine der seltenen Erprobungsträger -Varianten (zumindest zeitweise muss sie dafür vorgesehen gewesen sein), die mit einer vereinfachten Version des FUG 217 J ausgerüstet war, dem sog. Neptun - Liliput, als sie von den Briten im Jahre 1945 in Leck erbeutet wurde. Obwohl das Neptun - Liliput und die kombinierte Elfe EG3 - Einheit bei der Beschlagnahme des Flugzeuges 1945 fehlten, waren aber noch alle Verkabelungen sowie die Antennen vorhanden.
Das Neptun -Liliput war ein Spezialgerät, welches zur Entfernungsmessung benutzt wurde, um 21 cm - Raketen zeitgenau in feindliche Bomberströme abzufeuern, d.h. die Entfernung und somit die erwartete Laufzeit der Raketen wurde exakt gemessen um diese dann zeitgenau im Bomberstrom zur Explosion zu bringen. Die Raketen wurden als sog. Werfer-Granaten bezeichnet und steckten in als ‘ Ofenrohre ’ bezeichneten Startrohren, diese wiederum waren unter den Flächen montiert - Spitzname der Wfr.Gr. 21 cm war ‘ Dödel ‘)
Das Neptun Liliput arbeitete dabei mit dem ELFE EG 3 zusammen, dass die Raketen automatisch in der richtigen Entfernung abfeuern sollte - nur zielen musste der Pilot wohl noch manuell !
Eine Höhenmessung war mit diesem vereinfachten FU- Gerät nicht möglich, daher wurde es auch nicht zur Nachtjagd eingesetzt. Eine Antennenreihe auf der Tragfläche fungierte als Sender, die Antennen auf der anderen Seite als Empfänger. Tests mit dieser neuen Waffe verliefen erfolgreich, allerdings kam es trotz angelaufener Serienfertigung nicht mehr zum Grosseinsatz, da das Lager mit der gesamten Produktion bei einem Luftangriff zerstört wurde. Die Antennen auf den Flächenoberseiten würden also für eine R6 - Variante sprechen, dagegen steht allerdings die im Folgenden beschriebene mit aufgefundene Zusatzausrüstung des Flugzeuges.
Neben dem Radargerät verfügt das Flugzeug noch über eine Gondelbewaffnung unter den Tragflächen, die dort vorhandenen zwei MK 108 deuten ebenfalls auf einen Einsatz dieses Jägers gegen Bomber hin .... (eigentlich hätten es ja Raketenabschussvorrichtungen sein müssen, aber die gesamte noch vorhandene Verkabelung deutet auf die Gondelvariante. Diese beiden Kanonen sind auch der entscheidende Hinweis, dass es sich um eine R 8 handelt. Bei der Restaurierung des Flugzeuges wurde auch ein Typenschild gefunden, was die Modifizierung zur R 8 bestätigt.
Für einen Tagjäger hatte der hohe Luftwiderstand der Antennen und Gondeln natürlich auch Nachteile, so dass dieses Flugzeug vermutlich nur mit Geleitschutz operieren konnte, für gegnerische Jagdflugzeuge dürften sie einfach zu schwerfällig gewesen sein. Fakt ist, dass die FW 190 A6 in Johannesburg mehrere geflickte Einschusslöcher aufweist, von denen mindestens einer nur aus der Luft abgefeuert worden sein konnte. Das Bedeutet also, dass diese Maschine aktiv im Einsatz gewesen sein muss ! Warum in diesem Fall die jetzt eigentlich überflüssigen Antennen nicht wieder abgebaut wurden, ist mir schleierhaft, die Flugeigenschaften dürften sich nochmals um Einiges verschlechtert haben .....
Auf alle Fälle, war es kein Nachtjäger , wie in einigen Publikationen behauptet !
Die Maschine wurde im Jahre 1945 in England als ‘ Air Ministry 10 ‘ eingehend untersucht und kam schliesslich 1946 - vermutlich als Geschenk nach Südafrika. Bei der letzten Restaurierung im Jahre 1990, konnte das Stammkenzeichen PN+LU, sowie ein gelbes Reichsverteidigungsband nachgewiesen werden. Ferner wurde das Staffel - Emblem der 8/JG11 angebracht, ob davon ebenfalls noch Reste gefunden wurden weiss ich leider nicht !
Heute befindet sie sich im National War Museum Johannesburg - kaum zu fassen für mich, aber das Gelände gehörte früher zu der Farm die von meinem Urgrossvater dort geleitet wurde. Mein Grossvater wurde dort geboren !
Bei meinen Recherchen im Internet zu dieser Maschine stiess ich auf eine (leider inzwischen aus dem Netz genommene ) phantastische Seite mit Informationen und Fotos zu überlebenden deutschen Flugzeugen in Südafrika. Ich kontaktierte den Webmaster und er erlaubte mir freundlicherweise seine hervorragenden Aufnahmen in meiner Seite zu verwenden .... dafür danke ich Herrn Pieter van Wyk de Vries aus Südafrika nochmals ganz herzlich ! Viele der hier genannten Fakten stammen aus seiner Recherche !
This FW 190 A-6 Werknummer 550214 manufactured at AGO in Oschersleben (Germany)with the registration ( Stammkennzeichen) : PN+LU is not a standard - FW 190 A-6.The plane was one of the more rare to find ‘Erprobungstraeger’ (eperimental airplane - at least sometimes she must have been used like that),equipped with a light version of the FUG 217 J the so called Neptun - Liliput, she was captured by the Britts in 1945 at Leck. Although the Neptun - Liliput and the combined Elfe EG3 - unit was gone at that time in 1945, all the wirings for this special equipment was still installed.
The Neptun -Liliput was a special radar that should measure the distance for firing 21 cm - rockets which should explode at the correct time, which means the distance - and so the expected time for the rocket to reach the target - was exactly measured and provided to the rocket to destroy this target..The rockets was so called ‘ Werfer-Granaten ‘ (throwing grenades ?). - something like the grenades fired by rockets, the best known type of this kind was the russian ‘ Katiuscha’) and were stored in tubes under the wing, which were nicknamed as ‘ Ofenrohr ‘ (stove pipe), the nickname for the grenades Wfr.Gr.21 was ‘ Doedel ‘.
The Neptun Liliput worked in combination with the ELFE EG 3,which should trigger the firing of the rockets at the correct distance, only the aiming has to be done manually by the pilot!
There was no height indication provided by this simplified radar, that was why it was never used with night fighters.Antenna at one wing side worked as a transceiver, the other side worked as a receiver. Tests with this new weapon were successful but a massive use of this new technologie was impossible due to a bomb attack which destroyed the hole storage of ready to use weapons - maybe some luck for the allies ....... The antennas to be found at the surface of the wings would identify this plane as an R6 - modification, but there are some more hints leading to another variation.
Beside the antennas, there are some gondolas to be found under the wings, the existing two MK 108 cannons are a clear sign that this plane was used against heavy bombers. Normally , according to the radar, we should expect rocket launchers, but these gondolas are completely wired and ready to go. This two gondolas are also a clear hint, that this FW 190 A is a R 8 modification.
For a fighter used during daytime, the still existing antennas are of course something reducing speed and manoeuverability, because of the drag they are producing. That leads to the conclusion, that this kind of plane should have been protected by pure fighters, to keep them into the air also if there should be some allied fighters to chase them. In fact, the FW 190 at Johannesburg shows some repaired bullet holes, one of them could only have been fired from the air. This means, that the plane must have been in service for a while- why the now useless antennas were not removed off the plane is something strange to me. The flight characteristics must have been even worse compared to the only gondolas carriyng planes...........
In any way, it was no nightfighter as mentioned in other publications !
The plane was examined in England in 1945 as ‘ Air Ministry 10 ‘ and went in 1946 - probably as a present - to South Africa. During the last restoration in 1990 , the registration ( Stammkenzeichen) PN+LU, and a yellow ‘ Reichsverteidigungsband ‘ could be confirmed. Additional the markings of the 8/JG11 were attached, if there were some rests of it to be found at the airframe is unknown to me!
Today the plane is presented at the National War Museum Johannesburg - hard to believe, but the ground there belongs to the farm my great grandfather was in charge with in 1900. My grandfather was born there .......
The research of this plane led me to a phantastic website, i contacted the webmaster and he allowed me to present his photos here ..... for me a reason to thank Mr.Pieter van Wyk de Vries again, a lot of the information published here is based on his research ......... Thank’s again
Technische Beschreibung:
Typ: Einsitziges Jagdflugzeug (Schlachtflugzeug) mit Spezial - Ausrüstung ! Single seated fighter with special equipment
Baujahr : 1943
Motor : BMW 801 D mit 1770 PS
Länge : 8,95 m
Spannweite: 10,506 m
Fluggewicht : 4107 Kg Fluggewicht
Höchstgeschwindigkeit : 651 Km/h (in 7000m Höhe - ohne Gondeln !)
Werk Nr. : 550 214
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